Eine offene Kirche bedeutet Gastfreundschaft, Ruhe, Zeit für ein Gebet, die Möglichkeit, die Kirche zu entdecken und – mit etwas Glück – sie mal ganz für sich zu haben. Von der Nordsee bis in den Harz, von der Lüneburger Heide bis ins Emsland: viele Kirchen der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover sind im Normalfall einladend offen und für Gäste zugänglich. So auch die Kirchen in Hanstedt I, Barum und Natendorf.

St. Georg Kirche Hanstedt I

Eine der alten Feldsteinkirchen in Norddeutschland ist die St. Georg Kirche in Hanstedt I. Ihre Geschichte beginnt 980. Diese Jahreszahl ist im Inneren der Kirche an der Stirnseite zu sehen. Die Kirche ist von Ostern bis Oktober tagsüber für Gäste, Wanderer und Radwanderer geöffnet. Der Flügelaltar aus dem Jahr 1460 mit seinen aus Holz geschnitzten Figuren, die Kanzel aus dem Jahr 1702 und die Rundbogenfenster verleihen der Kirche eine Atmosphäre, die zu Gebet und Besinnung einlädt. Die Lebens- und Dienstgemeinschaft des Missionarischen Zentrums feiert hier ihre Abendandachten, zu denen Gäste herzlich eingeladen sind.

Weitere Informationen finden Sie auf http://www.kirche-uelzen.de/cms/index.php/kirchengemeinden/region-west/hanstedt-i.html

St. Georgs Kirche Barum

Die Gemeinde Barum entstand zur Zeit der Christianisierung im 9. Jahrhundert. Die Überlieferung sagt, dass zu dieser Zeit im Barumer Bach getauft wurde. Der heutige Bau, eine einschiffige Kirche aus Feld- und Backsteinen in der Mitte des Ortes auf einer Anhöhe gelegen, entstand im 11. oder 12. Jahrhundert im romanischen und gotischen Stil und wurde später verändert. Die St. Georgs Kirche ist mit einem Barockaltar aus Stein mit Tugendfiguren ausgestattet, der 1653 gestiftet wurde. Zudem besitzt sie eine klangschöne Furtwängler-Orgel von 1869, die 1994 restauriert 1994 wurde. Der Fachwerk-Glockenturm aus dem 17. Jahrhundert steht frei daneben. Er trägt als frühchristliches Symbol den Fisch als Wetterfahne.

Natendorfer Kirche

Das Kirchenschiff der Natendorfer Kirche wurde in den Jahren 1789 bis 1791 erbaut. Die rechteckige Saalkirche aus Backsteinen ruht auf einem Fundament aus Feldsteinen. Die Längsseiten enthalten jeweils drei rundbogige Fensterfelder. Im Jahr 1991 – kurz vor dem 200. Kirchweih-Jubiläum – wurde der im Jahre 1905 erbaute Turm saniert, der in seiner heutigen Form den ursprünglichen Plänen entspricht. Der hölzerne Altaraufsatz im Stil der Neugotik ist eine Leihgabe aus Wieren. In der Saalkirche hängt ein prächtiger schwedischer Kronleuchter, der im 19. Jahrhundert hergestellt wurde. Nach aufwendiger Innensanierung wurde im Jahr 2008 eine Deckenmalerei freigelegt, die eine größere Sonne darstellt. Martin Gotta der Ältere fertigte zusammen mit seinem Sohn eine Ausmalung in der Kirche an. Die Orgel des Orgelbauers Eduard Meyer befindet sich auf der Empore über dem Haupteingang und wurde 1866 erworben. Die Turmuhr aus dem Jahr 1905 wird von einem Weule-Uhrwerk aus Bockenem angetrieben und muss wöchentlich von Hand aufgezogen werden.

Weitere Informationen zu den Kirchen in Barum und Natendorf finden Sie auf https://barum-natendorf.wir-e.de/offenekirche